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Ulrich Gumpert

Gumpert erhielt von 1952 bis 1959 Klavierunterricht durch seinen Vater Willy Gumpert. Ab 1961 studierte er an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Waldhorn, daneben musizierte er bei den Jenaer Oldtimers.

Blüthner Artist Ulrich Gumpert1964 wurde er wegen ungenügender Leistungen im Fach Marxismus-Leninismus exmatrikuliert. 1966 zog Gumpert nach Ostberlin um. Weitere Studien erfolgten von 1967 bis 1968 an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin im Fach Klavier, die er wieder abbrach. Von 1968 bis 1970 war er Gasthörer in den Fächern Theorie und Komposition. An der Musikschule Berlin-Friedrichshain erwarb Gumpert zwischen 1970 und 1973 die Berufsmusikerlizenz als Pianist.

Seit 1967 gehörte der Pianist zu den Besetzungen der verschiedenen Bands von Klaus Lenz und war 1971 Mitbegründer der Jazzrockband SOK, die einen elektrischen jazzorientierten Rock spielte. 1973 war Gumpert, der sich zu der Zeit immer mehr dem Freejazz widmete, Mitbegründer der Jazzformation Synopsis.

Mit seiner Ulrich Gumpert Workshop Band, der neben ihm noch Heinz Becker, Manfred Hering, Ernst-Ludwig Petrowsky, Helmut Forsthoff, Konrad Bauer, Klaus Koch und Günter Sommer angehörten, nahm er 1980 beim Plattenlabel Amiga seine erste LP auf.

1984 ging aus Synopsis das Zentralquartett hervor. Daneben widmete sich Gumpert seit dieser Zeit verstärkt dem solistischen Wirken. Zusammen mit Radu Malfatti und Tony Oxley spielte Gumpert im Trio GMU.

Gumpert musiziert heute gelegentlich im Ulrich Gumpert Quartett gemeinsam mit Ben Abarbanel-Wolff, Jan Roder und Michael Griener, mit dem 2007 eine CD unter dem Titel Quartette auf dem Schweizer Label Intakt Records erschienen ist. Als Begleitmusiker für Uschi Brüning, Manfred Krug und Leta Davis bildete er zusammen mit Henning Protzmann und Wolfgang Schneider die Formation Jazzin' the Blues. Unter der Bezeichnung B3 Special widmet sich Gumpert (mit Silke Eberhard, Jan Roder und Kay Lübke) wieder dem Spiel auf der Hammond B3.

Als Komponist schuf er Filmmusiken u.a. für die Berliner Tatort-Staffel mit Kommissar Markowitz. Seine Interpretationen der Klavierwerke von Eric Satie gelten als aufsehenerregend.